Kleidung fürs Töchterchen,  Nähen

Von Kuscheljacken und Einhornplotts

Puh, irgendwie fällt es mir gerade gar nicht so leicht Beiträge zu schreiben. Vielleicht eine Form der Schreibblockade? Keine Ahnung. Vielleicht auch einfach zu wenig Stunden für zu viele Pläne, Ideen und To-Dos. Vielleicht auch eine Mischung aus beidem.
Ich sitze hier jetzt jedenfalls eine Stunde später als geplant und genau genommen einen Tag später als geplant und tippe diesen Beitrag, einfach, weil ich das Gefühl habe, es ist an der Zeit. Ich weiß weiterhin nicht, ob hier auf dem Blog wirklich jemand vorbei schaut, aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig. Vielleicht freue ich mich später auch einfach über dieses kleine Online-Tagebuch. So ganz für mich sozusagen. Zur großen Bloggerin bin ich jedenfalls nicht geboren. Das sagt mir mein Bauchgefühl. Macht aber nichts. Ich mach’s trotzdem, weil es mir eben doch schon auch Spaß macht und weil ich gerne nähe und davon Fotos mache und dafür gerne einen Raum habe, um den Kram der Welt zu zeigen. Ob die Welt es sehen will, steht auf einem anderen Blatt. Ist aber auch erstmal nicht so wichtig.

Heute gibt’s hier meine Ergebnisse vom Herbst-Designnähen von Firlefanz zu sehen. Ich habe mich für die wilde Möhre aus Jeansjersey und Pinio Jacke aus Lammfleece entschieden. Und beides war etwas tückisch und hat mich ziemlich Nerven gekostet. Ich sage aber gleich, es lag eher an mir als an den Schnitten oder den Anleitungen. Ich war einfach zu dämlich.

Bei der wilden Möhre warnte Kristina uns extra noch vor, wir mögen unbedingt mit den Maßen der Kinder arbeiten und das Schnittmuster gegebenenfalls in der Länge anpassen. Ich also artig abends auf der Couch noch schnell mit dem Maßband ums Töchterchen gewirbelt, alles aufgeschrieben und nachher mit der Tabelle verglichen. Recht eindeutig Größe 104, die Größe, die ich für sie inzwischen eigentlich immer nähe. Passt also. Auch wenn mein Bauchgefühl mich direkt gewarnt hat, weil das Töchterchen ja doch eher schlank ist, hielt ich das alles für passend und habe mich an die Arbeit gemacht und natürlich auch alle Nähte für den professionellen Look und die bessere Haltbarkeit mit dreifach Geradstich abgesteppt. Logisch, oder? Und dann kam die Anprobe und die Hose war einfach mal mindestens eine Nummer zu weit. Das Töchterchen hatte keinerlei Hintern in der Hose und sah auch sonst darin recht verloren aus. Einzig die Länge war super. Wer ahnt, was dann passierte? Richtig. Die Hose wanderte in die Ecke und musste sich dort erstmal ne gute Woche schämen. Ich war einfach total entnervt. Ich fand sie so schön und war so stolz, denn das mit dem professionellen Look hatte wirklich geklappt. Und dann sah sie am Kind einfach nur bescheiden aus. Irgendwann habe ich das gute Stück dann wieder hervorgeholt, habe das Töchterchen nochmal vermessen und die Hose dann zugegebenermaßen etwas zurechtgepfuscht, damit sie tragbar wurde. Die Hosenbeine dürften schmaler sein, aber immerhin ist sie am Po jetzt in Ordnung und da die meisten Nähte ja wundervoll abgesteppt waren, gab es nicht so irre viele Möglichkeiten, wo ich noch hätte anpassen können. Zum Glück liebt das Töchterchen die Hose vor allem wegen des Einhorns (Einhorn Thilda von Paul&Clara) auf der Popotasche sehr. Ich hoffe, das überlebt eine Weile.
Das Fazit der Geschichte: Maß nehmen direkt nach einem üppigen Abendessen und auf der Couch ist keine gute Idee^^

Die Kuscheljacke hat es mir nicht ganz so schwer gemacht. Da war das größere Problem mich zunächst für eine Stoffkombi zu entscheiden. Und die Applikation, das Herbstmädchen von Missichen, hat einige Zeit in Anspruch genommen, aber es war schön endlich mal wieder zu applizieren. Seitdem der Plotter eingezogen ist, greife ich doch sehr häufig auf die weniger zeitintensive Dekoration zurück, obwohl ich applizieren und nähmalen wirklich gerne mag. Ich habe mir schon fest vorgenommen für die Herbstkollektion des Töchterchens noch das eine oder andere zu applizieren.
Zurück zur Jacke, was dabei leider tatsächlich etwas schief gegangen ist, ist die Länge. Eigentlich hätte der Reißverschluss genau passen sollen, tatsächlich war er aber einige cm zu kurz, was vermutlich daran liegt, dass ich die Nahtzugaben nicht vollständig vernäht habe. Und das hat sich dann so fabelhaft aufsummiert, dass der Reißverschluss dann eben irgendwie etwas kürzer war als geplant. Das Töchterchen stört es nicht, sie fühlt sich in der kuscheligen Jacke total wohl und ist großer Fan der Taschen. Ich muss nicht erwähnen, dass gefühlt der halbe Sandkasten des Kindergartens darin Platz findet, oder?^^ Der Kuschelkragen war für mich als Kapuzen-Problematiker ein Auswahlkriterium und der ist wirklich super. Schmiegt sich gut an den Hals und hält warm. Genau so, wie es sein soll.

So. Und jetzt ist es schon wieder viel zu spät und ich muss dringend duschen und dann ins Bett.
Gute Nacht ihr Lieben ♥

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.